music by Connie Lush


Text by Fritz Svacina, Photos by Gerhard Blazek, Sissy and Fritz Svacina







Es war wieder ein verregneter Tag in Wien und ich dachte an Connies Auftritt am Abend im Reigen. Wir hatten ein gutes Gefühl und hofften, dass trotz des schlechten Wetters zahlreich die Blues-Freunde erscheinen werden.
Natürlich nahmen wir nicht an "irgendjemand" der heimischen Bluesmusiker samt Fans zu treffen (wie üblich), denn die kennen ja schon alles und haben es auch nicht mehr nötig vielleicht "ein wenig dazuzulernen".

Eigentlich egal, aber die Veranstalter und der Club hätten es sich verdient, dass eine Vielzahl der sogenannten Bluesfans erscheinen, denn mehr Leute sichern auch dieses längste europäische Blues Festival für das nächste Jahr.

Das Gebotene war eine fulminante Show mit zwei Sets.

Connie Lush, die Sängerin der Blues Shouter zog alle Register ihres Stimm-volumens, ob slow Blues, Gospel oder rockende Stücke, sie gestaltete die Show mit allem Fassetten-reichtum ihres Könnens.
Wenn man etwas wirklich mag, liebt und lebt, kann man sein Bestes geben, was sie tat.

Die Blues Shouters - am Bass Terry Harris, an der Gitarre Peter Wade, und am Schlagzeug der junge Rick Farrow - konnten wir schon im Vorjahr bewundern.

Eine überaus "dynamische" Band, wo man merkt, hier gibt es Augenkontakt untereinander und die Harmonie der abwechselnden Solo- Passagen kommen spontan, bereichern jeden Vortrag des Gebotenen und küren neunzig Prozent der Stücke zu richtigen "Highlights". Dabei profiliert Terry Harris mit überaus druckvollen Bassläufen und Peter Wade explodiert förmlich mit seiner "Strat" an melodischen Tonfolgen und verzierenden Soli.
Rick, war noch nervös im letzten Jahr bei seinem ersten Auftritt mit den Blues Shouter (was nicht notwendig gewesen wäre), diesmal war er bereits eine exklusive "Rhythmusmaschine" mit sehr viel Feingefühl.

Gleich zu Beginn der rockige Titel "Blues got me", darauf folgte der Bonnie Raitt Song "Love me like a man" und ein sehr gefühlvolles "Cryin' won't help you". Mit den Soli der Band reichlich unterstützt, kamen die Stücke einzigartig rüber und das Publikum belohnte mit ausgiebigem Applaus.

Von Highlights zu sprechen erwähne ich nicht, denn die gebotene Show, war ein einziges Highlight für uns, somit beschränke ich mich auf noch ein überaus erwähnenswertes Stück - "It hurts me too", hier dominierte neben der Stimmgewalt von Connie, Peter an der Slide-Gitarre (eine Danelectro in blau) - für viele heimischen Gitarrenfreaks, welche die Materie kennen, wissen was für eine billige Gitarre das ist, jedoch der Ton macht die Musik (wie schon Earl Hooker feststellte).

Hier stimmte einfach alles und der Song brachte vielen Freunden eine Gänsehaut mit Wohlgefühl - (....und so soll es auch sein, wenn man Bluesmusik genießt).

Die Kommunikation zwischen Künstler und Publikum hat Connie voll im Griff, eine immense Stimme und einer sagenhaft gut klingenden Band, das war ein Super Concert im REIGEN im Rahmen des VIENNA BLUES SPRING.

Ein Dankeschön an alle, die dieses Konzert veranstaltet haben.

>>>> Fritz Svacina
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