Text and Photos by
Sissy & Fritz Svacina

















Eines der allerfeinsten Blueskonzerte fand im November im TUNNEL-Wien statt. Die aus England stammende "Bluesshouterin" CONNIE LUSH war mit ihrer BAND (Blues Shouter) für ein einziges Konzert gekommen.

Ich darf sagen, es hat fast 3 Jahre gedauert, dass Connie und Band hier in Wien auftreten konnten.

An dieser Stelle sei der Dank an den "Boss" des Tunnels, der völlig unbürokratisch, kooperativ und ent-scheidungsfreudig agiert sowie der liebenswerten Susanne Weber (Management-BRD) ausgesprochen, welche es ermöglichten diesen Gig stattfinden zu lassen.

Auch wenn nicht viele bekannte und wichtige "Bluesfreunde" der heimi-schen Szene in WIEN anwesend waren, freute man sich, das eine oder andere Gesicht schon mal gesehen zu haben. Die miterlebte Begeisterung sprach für das ausgezeichnete Konzert und für ein exzellentes Publikum, welches nicht mit Beifall sparte.


CONNIE LUSH, in ihrer Heimat wohlbekannt, hatte etwas Lampenfieber für ihren ersten Auftritt in Wien. Schon beim ersten Stück fühlte sie sich wie zu Hause (zum Beispiel wie in der Royal Albert Hall oder im The Cavern Club) und ihre Bluesdarbietungen rollten gekonnt, gefühlsgeladen und sehr temperamentvoll (Beispiel: Etta James-Anklänge und Showpräsenz) dem Zuhörer entgegen. R&B-Grooves in Perfektion.

Ihre musikalische Spannweite erstreckt sich von Country Blues Stücken wie "Nobody's Fault But Mine", einige jazzige Anklänge wie "Autumn Leaves" bis hin zum rockigen Blues "Send Me No Flowers", "Blues Is My Business", "One Monkey" und natürlich auch "I'd Rather Go Blind" oder die Supernummer von Randy Newman "Guilty".

Connie liebt es aber auch gefühlvollen Gospel zu intonieren, wo einem die Gänsehaut aufsteigt. Vom ausstrahlenden Gefühl der Vokalistin wird man komplett in ihren Bann gezogen. Die perfekte Einheit entsteht durch die solistischen Einbringungen ihrer Mitmusiker.

Hier war natürlich im Vordergrund der neue Gitarrist PETER WADE, am Bass TERRY HARRIS und am Schlagzeug der junge RICK FARROW, welcher einen Tag zuvor von England eingeflogen wurde und für den leider plötzlich erkrankten Drummer CARL WOODWARD einsprang.

Connie`s Gesang kommt in den langsamen und sehr trockenen Blues Stücken zur besonderen Geltung und erinnert passagenweise an die frühen Aufnahmen von Esther Phillips, welche den Umfang ihrer Stimme gewaltig demonstrierte.

Zu den "Highlights" dieses Abends zählten u.a. "Send Me No Flowers", "It Hurts Me Too" - nur im Duo mit Peter Wade an der Slide Gitarre und die schnelleren Nummern wie "Blues Is My Business", "Love Me Like A Man" und "Nobody's Fault But Mine".


Terry am Bass, war gelinde gesagt in totaler Spiellaune und er brillierte mit druckvollen Solis. Er war der "Dampfhammer" schlechthin. Rick am Schlagwerk war einfach super, besonders dadurch, dass er das erste Mal mit den Blues Shoutern auftrat und er wuchs bei vielen Stücken über sich hinaus. Zusammen mit Terry ergab dies eine tolle Rhythmusmaschinerie.
Die feinfühligen "licks" von John an der Gitarre, ob mit "slide" oder ohne, er war brillant.

Vielleicht (?) und wir hoffen auch, ergibt sich die Chance im Jahr 2008, diese einzigartige Bluesband "CONNIE LUSH & BLUES SHOUTER" wieder in Wien zu erleben.

"Thank you Connie and Band for the excellent Bluesconcert - two giants sets in one show!"

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Sissy & Fritz Svacina

more INFO at:
www.connielush.com

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